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Einige Erläuterungen zu QEP®
- Die KBV hat ein für Arzt- und Psychotherapie-Praxen geeignetes Qualitätsmanagement-System
entwickelt, das QEP® genannt wird: Qualität und Entwicklung in Praxen.
- Die VAKJP hat sich entschlossen, ihren Mitgliedern anhand dieses Systems Einführungskurse
anzubieten. Die VAKJP hat dafür einen Vertrag mit der KBV geschlossen, um dieses System verwenden zu dürfen.
Fünf VAKJP-Mitglieder haben bereits bei der KBV die Fortbildung zum QEP®-Trainer absolviert und Zertifizierungen
erhalten, weitere fünf KollegInnen werden sich anschließen. Mit diesen VAKJP-QEP®-Trainern werden
wir dann personell gut für den Verband gerüstet sein.
- Es ist anzunehmen, dass im Falle einer verbindlichen Einführung eines Systems
ab 2010 das KBV-System QEP® Chancen hat, in die engere Wahl zu kommen, deshalb wollen wir für unsere Mitglieder
zukunftsorientiert sein.
- Es wurde ein ausführliches Manual von der KBV herausgegeben. Im Serviceteil
des Manuals und auf der Internetseite der KBV sind als Hinweise ca. 50 QEP®-Qualitätsziele aufgelistet,
die für die Konformität mit der Richtlinie umgesetzt werden müssen.
Ziele von QM Seminaren
- Gründe für QM kennen
- Grundlagen des QM kennen
- QEP®-Qualitätszielkatalog kennen und anwenden
- Umsetzungsinstrumente kennen und anwenden können
- Erste Schritte für den Aufbau eines QM in der eigenen Praxis kennen und
planen können
- Ablauf einer Selbst- und Fremdbewertung nach QEP®-System kennen
QM umfasst Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität
Motivation der VAKJP:
- Unterstützung/Serviceangebot für ein für unsere Profession zugeschnittenes
QM-System
- Qualität der ambulanten Versorgung zu sichern und weiterzuentwickeln
- Arbeitszufriedenheit fördern
- Selbstbestimmung durch eigene Entwicklung/Qualitätsdefinition (Stärkung
der Profession ) steuern
- Transparenz gegenüber Öffentlichkeit und Politik
Welche Gründe gibt es für die Einführung von QM?
- Inhaltliche Gründe (Innovationen, wachsender wissenschaftlicher Kenntnisstand,
veränderte Patientenerwartungen)
- Organisatorische Gründe: Komplexität des Leistungsgeschehens, neue
Vertragsformen (§ 95 Medizinische Versorgungszentren, § 140 Integrierte Versorgung)
- Wirtschaftliche Gründe: Wettbewerbsdruck, § 115 Öffnung der Krankenhäuser
für ambulantes Operieren, verschärfte Haftungsregeln
- Änderung der SGB V ab Januar 2004: Verpflichtung zu praxisinternem Qualitätsmanagement
(QM)
Welche Ziele sind anvisiert?
- gesteigerte Arbeitszufriedenheit, besseres Zeitmanagement, wirtschaftlicheres
Handeln
Rechtsgrundlagen sind
- § 135a Abs. 2 SGB V: Verpflichtung zur Einführung von QM (eingeführt
mit dem GKV-Modernisierungsgesetz - GMG)
- § 136a SGB V: die Anforderungen legt der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA)
fest. Die QM-Richtlinie des G-BA ist
am 1.1.2006 in Kraft getreten:
- eine Zertifizierung ist nicht vorgeschrieben
- zwei Jahre für Orientierung, Fortbildung und Planung des praxisinternen
QM-Systems
- weitere zwei Jahre für die Umsetzung
- das fünfte Jahr (2010) für die Überprüfung des Geleisteten
- anschließend kontinuierliche Weiterentwicklung
- es wird kein QM-System vorgeschrieben (KTQ, ISO, EPA, QEP® und eigene Systematik
möglich)
- KVen richten QM-Kommissionen ein, die jährlich 2,5 % der Praxen stichprobenartig
überprüfen auf Konformität mit der Richtlinie (Aufforderung zum schriftlichen Nachweis). Im Falle
der Nonkonformität erfolgt Beratung durch die KV.
- KV-Kommissionen nehmen Tätigkeit spätestens im 1. Quartal 2007 auf
Es werden grundlegende Elemente und Instrumente von QM-Systemen
vorgegeben:
- Organigramm
- Festlegung von konkreten Qualitätszielen für die Praxis und nachweisbare
Überprüfung derselben und Dokumentation
- Regelmäßige strukturierte Teambesprechungen (für uns z.B. Intervisionsgruppen)
- Prozessbeschreibungen
- Dokumentation von Behandlungsverläufen und Beratungen
- Patientenbefragungen (mit validen Fragebögen)
- Beschwerdemanagement und Fehlermanagement
- Ausrichtung der Versorgung an medizinischen Standards und Leitlinien
- Patientensicherheit, Patientenmitwirkung, Patienteninformation und Beratung
- Notfallmanagement
- Integration bestehender QS-Maßnahmen ins QM-System
- Mitarbeiterorientierung (bspw. Arbeitsschutz, Fort- und Weiterbildung)
Weitere interessante Informationen finden Sie auch auf der Homepage der KBV unter
www.kbv.de/qm.
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